LV-Bootschaften
Ausgabe: 2-2009

Inhalt:
- Seminare des Landesverbandes
- Vereinsmeisterschaft in NRW
- Warum soll ich Mitglied in einem Verein, Landesverband oder Bundesverband (Dachverband) werden ?
- Nachrichten aus den VereinenNachrichten aus den Vereinen
Seminare des Landesverbandes
Der Landesverband führt in diesem Jahr wieder ein Seminar mit dem Titel „Grundlagenwissen für den Vereinsschatzmeister“ durch. Es ist eine Wiederholung des Seminars aus 2008, natürlich mit den letzten Neuerungen aus dem Steuerrecht. Die Themen werden sein: Gemeinnützigkeits- und Zuwendungsrecht, Gewinnermittlung und Steuerveranlagung, Verein als Arbeitgeber, Verein als Unternehmer, Vereinsbuchführung, Datenübermittlungspflichten.
Das Seminar findet, wie im letzten Jahr auch, im Seminarraum des AMC, Ringelrodtweg 161, 44569 Castrop-Rauxel, statt und zwar am Samstag, dem 17.10.2009 von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Die Seminarkosten betragen pro Person € 45,00. Darin enthalten ist ein Mittagessen, Kaffee und Erfrischungsgetränke sowie eine CD-ROM mit dem Titel „Finanzmanagement im Sportverein – Arbeitshilfen für Vereinsmanager/-innen“.
Die Einladungen an die Verbandsvereine werden Anfang September versandt. Formlose Anmeldungen werden aber jetzt schon angenommen von Karl-Heinz Kunzer, FAX 02305-360490, E-Mail >kunzer.castrop@t-online.de<.
Ein weiteres Seminar (für Vereinsvorstände) findet am Samstag, dem 7.11.2009 von 10.00 bis 18.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses Lünen statt. Die Themen werden sein:
Umweltfreundlicher Betrieb von Verbrennungsmotoren in Sportbooten – Referent Herr Peter Haag vom LVM – BW.
Gesetzliche und freiwillige Unfallversicherung für Mitglieder und Ehrenamtsträger in Sportvereinen – Referent N.N. von der VBG.
Umweltthemen – EG Wasserrahmenrichtlinien – Irgarol in Antifouling-Anstrichen – Referent Herr Dr. Utzelmann, Referent für Umwelt im LV –NW.
Die Einladungen mit Teilnehmermeldungen werden etwa Anfang Oktober 2009 versandt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldungen benötigen wir für die Bestellung des Catterings. KHK-LV-NW
Vereinsmeisterschaft in NRW
Die Jugend im Wassersport soll durch einen Wettbewerb den besten Verein ermitteln. Je größer die Jugendgruppe ist, je größer ist die Chance die Vereinsmeisterschaft für sich zu entscheiden.
Der Club soll die Jugendarbeit fördern. Somit ist jeder Verein, der an dieser Meisterschaft teilnehmen möchte, bemüht, möglichst viele Jugendliche vorweisen zu können.
Voraussetzung ist eine Mannschaft von 4 bis 6 Piloten/innen in den Klassen M1 – M6. Auch die vierer Mannschaften haben rein rechnerisch eine Chance. Das Optimale ist natürlich, dass ein Pilot/in in jeder Klasse fährt. Kleinere Gruppen werden nicht zugelassen.
Es ist auch erlaubt, dass ein Verein einen Piloten/in von einem anderen Verein für eine Meisterschaft anwirbt.
Der Wettkampf besteht aus 2 – 3 Läufen. Dieses hängt von der Anzahl der Mannschaften ab. Ein Verein kann auch mehr als eine Mannschaft stellen, weil die Chance sich erhöht, den Pokal nach Hause zu bringen.
Die Punktewertung wird nach dem System der Landeswertung Deutscher Jugendpokal und UIM errechnet. Punkte erreicht man auf den Plätzen 1 bis 6.
Gefahren wird nach den Richtlinien der Ausschreibung zum Deutschen Jugendpokal.
Ein Schiedsgericht besteht aus 4 Vertretern (ein Vertreter je Club) und dem Regattaleiter, die den korrekten Ablauf des Wettkampfes überwachen. Jeder teilnehmende Verein muss einen Wettkampfrichter stellen.
Der Vereinspokal ist ein Wanderpokal. Die beste Vereinsmannschaft bekommt ihn überreicht. Die Plätze 1 bis 3 erhalten zusätzlich einen Pokal.
Die Wettkämpfe werden 4 mal im Jahr durchgeführt um den besten Verein zu ermitteln. Die Veranstaltungen finden im Zeitraum von Mai bis Oktober statt. Der Wettkampf wird an einem Tag durchgeführt. BP-LV-NW
Warum soll ich Mitglied in einem Verein, Landesverband oder Bundesverband (Dachverband) werden ?
Alle Verbände in NRW sind Vereinigungen von Vereinen, die aus Einzelpersonen mit ähnlichen Interessen bestehen. An erster und wichtigster Stelle stehen die Einzelpersonen. Als Erstes und letztendlich geht es ausschließlich um diese Personen, die für sich jeder einzeln entscheiden, ob sie einer Gemeinschaft angehören wollen oder nicht.
Diese Gemeinschaften sind vielfältig aufgebaut und organisiert je nach dem Ziel, welches sie verfolgen. Es ist nicht erforderlich, die unterschiedlichsten Formen aufzuzählen oder Zwecke darzustellen. Das ist jedem bekannt. Aber die Entscheidung, dazu gehören zu wollen oder nicht ,muss jeder für sich treffen.
Im Laufe der Zugehörigkeit zu einem Kreis Gleichgesinnter oder nach einer geraumen Weile der Ausübung meiner Freizeitinteressen komme ich zu der Erkenntnis, hier oder da möchte ich etwas ändern oder bewegen. Ganz schnell werde ich feststellen, alleine kann ich das aus z.B. finanziellen Gründen, physisch oder rechtlich nicht in die Tat umsetzen. Spätestens jetzt brauche ich eine Gemeinschaft, die mir hilft oder das gleiche Ziel verfolgt. Es ist eine Lobby entstanden oder vorhanden, ohne die im heutigen Demokratieverständnis ohnehin nichts läuft.
Ob ich von meiner Vorstellung weitere Mitstreiter überzeugen kann, liegt zum einen an mir selbst, zum anderen ob sich die Gemeinschaft schon zu diesem Thema entschieden hat. In jedem Verein oder in jeder Gemeinschaft gibt es einen Sprecher, denn es können nicht alle gleichzeitig reden. Der bekommt den Auftrag, ein bestimmtes Anliegen an geeigneter Stelle vorzutragen, um eine Genehmigung oder finanzielle Unterstützung zur Durchführung zu beantragen. Macht das eine Einzelperson, wird alsbald die entscheidende Behörde, Gremium oder was auch immer sagen: „Mal sehen, ob sich dafür eine Mehrheit findet“. Und da haben wir’s.
Fazit: Es gibt kaum Gründe, die bei Verfolgung von Eigeninteressen – die nicht nur die eigenen vier Wände betreffen –einen Anschluss an eine Gemeinschaft mit gleicher Zielsetzung entgegen sprechen.
Reden wir nicht von einer lockeren Gemeinschaft am Stammtisch oder Theke sondern von einem Verein, der seine Aufgaben ernst nimmt und mit den eingenommenen Beiträgen verantwortungsbewusst und satzungskonform umgeht. Die Ernsthaftigkeit einer solchen Gemeinschaft ist nicht zuletzt dadurch zu erkennen, dass sie sich beim zuständigen Amtgericht ins Vereinsregister hat eintragen lassen.
Die Wünsche der Vereinsmitglieder sind im Rahmen der Satzung vielfältig und können bei ihrer Ausübung die Interessen anderer berühren, beeinträchtigen oder gar zuwider laufen. Und schon haben wir eine übergeordnete Gemeinschaft nötig, um entweder weiter zu machen, zu können oder eine Alternative einschlagen zu müssen. Diese übergeordnete Gemeinschaft ist entweder eine öffentliche Behörde oder ein Verband.
Von der abstrakten Betrachtung können wir uns jetzt verabschieden und speziell dem Wassersport zuwenden.
Alles zuvor gesagte trifft ohne Ausnahme auf den Wassersport zu und vor allem insbesondere auf den Wassersport, weil die Fläche der Ausübung in den seltensten Fällen im Eigentum einer Privatperson steht. Hinzu kommt, dass mein Sportgerät (beim motorisierten Wassersport) bei nicht Ausübung irgendwo bleiben muss.
Von der Preisfrage abgesehen muss ich mich entscheiden, will ich bei der Gestaltung und Planung der Ziele sowie deren Umsetzung mitreden und –arbeiten, dann kann nur ein Verein die richtige Wahl sein. Sollten die Ziele eine Veränderung des bisherigen Status erfordern, z.B. Erweiterung der Steganlage, Fahrgebieterweiterung oder Austragung einer Veranstaltung usw., muss ich jemanden finden, der mir dabei hilft, denn es ist nicht Vereinsgewässer. Unter Umständen sind eine ganze Reihe von Behörden und Dienststellen oder andere wichtigen Verbände zu beteiligen.
Von der Wirkung einer offensiven Öffentlichkeitsarbeit ganz abgesehen.
Gibt es jemanden, der damit Erfahrung hat oder die zuständigen Stellen bzw. die geeigneten Personen kennt? Oder muss ich gar das Rad neu erfinden?
Nein – in NRW haben bis auf wenige Ausnahmen die wassersporttreibenden Vereine sich in teilweise selbständigen Verbänden zusammen geschlossen, weil sie erkannt haben, dass sie auch nicht alles alleine entscheiden können.
Wir haben erkannt, dass es verschiedene Ebenen gibt, die mitmischen, mitreden und mit entscheiden wollen. Wir müssen aber auch eingestehen, hier ist eine Einzelperson ohne Auftrag einer gehörigen Interessengemeinschaft hoffnungslos überfordert und nicht in der Lage, ihre Wünsche, auch wenn sie berechtigt sind, durchzusetzen. Die Vereine, ohne die wiederum nichts geht, sind also gut beraten, sich einem Verband anzuschließen. Auch wenn die Interessenlage sich bisher im kleinen Kreise bewegte und die Mitglieder sich mit dem Gebotenen zufrieden gaben, kann sich das im Handumdrehen ändern, weil eine andere Gemeinschaft sich in die Vereinsinteressen einmischt. So fällt z.B. den Naturschützern gerne etwas neues ein, um die meist ungeliebten Wassersportler, vor allem die mit motorisierten Booten, in neue Schranken zu weisen oder die Ausübung ihres Freizeitsports zu erschweren. Die Entscheidung hierüber wird in den seltensten Fällen vor oder gar mit Beteiligung der betroffenen Vereine gefällt, sondern die neue Situation wird schriftlich verfügt und der Verein hat sich daran zu halten, sonst droht sein „aus“.
Das ist eins von vielen Szenarien, zu deren Bewältigung sich ein Verein an den Verband um Mithilfe wenden kann. Ein anderer Schauplatz ist die Sportausübung selbst im täglichen Ablauf auf dem Vereinsgelände. Wie sollte die Ausstattung der Vereinsanlage im Rahmen der gesetzlichen Vor- schriften und den sich wandelnden Bedürfnissen aktualisiert werden? Wer weiß das? Wen kann ich fragen, der einen kennt, der das weiß? Wir kennen das Spielchen mit den ein, zwei, drei Streifen auf der Schulter. Sie können sicher sein, das der Verband sich um solche Fragen kümmert und einen Weg zur Fortsetzung kennt. Da spreche ich für jeden Mitstreiter im Präsidium des Landesverbandes.
Zum anderen fragen die Jugendlichen des Vereins, mit wem können wir unsere Fahrkünste und –fertigkeiten messen. Wir sprechen von Jugendmeisterschaften auf Landesebene. Die müssen ausgerichtet, organisiert und letztlich bewertet werden. Ohne die Landesjugend, die Bestandteil des Landesverbandes ist, funktioniert das nicht. Vorher muss eisern trainiert werden, weil noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Die Ausrüstung ist teuer, die sich nicht jeder Verein leisten kann. Dem Verband werden zu diesem Zweck Mittel vom Land bzw. Landessportbund oder Bundesverband zur Verfügung gestellt, damit die Jugendlichen der angeschlossenen Vereine konkurrenzfähig werden und die ganze Sache beginnt, Spaß zu machen. Die Jugend ist nun mal unsere Zukunft und ohne sie werden wir unweigerlich aussterben.
Ein Vereinsvorsitzender kann nicht alles wissen. Das sollte er auch nicht behaupten, denn das lässt sich leicht widerlegen. Aber jeder Vereinsvorsitzende und seine Mitstreiter im Vorstand sollten Gelegenheit bekommen, sich in den wichtigsten Bereichen des Vereinslebens über Neuigkeiten der Technik, Rechtslagen, Steuerfragen, Umweltschutz und Jugendbetreuung fortzubilden. Sofern sich der Verein die Angebote der Gewerblichen Veranstalter nicht leisten will, hilft der eigene Verband mit entsprechendem Angebot oder es wird auf mehrheitlichen Beschluss einer Mitgliederversammlung bei gleichzeitiger finanzieller Absicherung in Angriff genommen. Auf diesen Gebieten gibt es viel zu tun – wir packen es an.
Nicht nur Vereine nehmen das Angebot des Landesverbandes an. Weil der Landesverband sich durch Kompetenz, Bestimmtheit und Objektivität in seinen Auffassungen auszeichnet, wird er von den Behörden und Dienststellen der Kommunal-, Bezirks- und Landesverwaltungen sowie der Schifffahrtsverwaltungen und –ämter respektiert und in NRW (sonst nirgends in Deutschland) als gleichwertiger Partner in Planungsangelegenheiten zur Verbesserung der Wasserwege in NRW anerkannt und, sofern es um sportbootgerechten Ausbau geht, um Rat gefragt.
Zu diesen Behörden zählen die mit Sport- und Städtebau, Umwelt und Wirtschaft befassten Landesministerien, die Wasserschutzpolizei, die Wasserschifffahrtsdirektion West und ihre angeschlossenen Wasserschifffahrtsämter, die Bezirksregierungen und die Kommunalen Behörden wie Stadt- und Kreisverwaltungen. In enger Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund NRW werden Interessen auch der anderen wassersporttreibenden Verbände meist unter Führung unseres Verbandes koordiniert. Er ist auch vertreten bei den Berufsschifffahrtsverbänden und hat mit Umsicht und Diplomatie schädliche und unsinnige Vorurteile abbauen können. Der Landesverband hat, was Ausbau und Erweiterung der sportbootfreundlichen Anlagen an Häfen und Schleusen angeht, überall seine Finger drin. Einen enormen Zeit- und Arbeitsaufwand leisten die im Ehrenamt tätigen Mitglieder des Präsidiums zum Wohle der angeschlossenen Vereine.
Ob ein Verein das täglich in seinem Bereich spürt, ist sicherlich eine gute Frage, aber das eine oder andere wird speziell für ihn und seine Mitglieder getan, ohne dass er jedes Mal eine Gegenleistung erbringen muss. Und wenn ihn eine Maßnahme nicht direkt berührt, sollte es nicht heißen: Das interessiert mich alles nicht, wozu soll das alles gut sein, da habe ich nichts von.
Alle Tätigkeiten des Landesverbandes dienen ohne Ausnahme der Förderung des motorisierten Wassersportes, auch wenn der Erfolg nicht immer klar auf der Hand oder offensichtlich vor Augen liegt. Nicht selten wird „nur“ drohender Schaden abgewendet. Tue Gutes und sprich darüber: Dieses Motto verfolgen wir mit der Ausgabe der LV-Bootschaften, die sehr viel Zeit- und Arbeitsaufwand fordern.
Alles vorher Gesagte lässt sich nur bewerkstelligen, wenn die Vereine hinter uns stehen und uns mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen.
Sofern Sie sich bisher nicht zu einer Mitgliedschaft entscheiden konnten oder ein Austritt zum Thema geworden ist, dann überlegen Sie sich den nächsten Schritt noch einmal gut.
Aber Nordrhein-Westfalen ist auch nicht die Welt. Auch wir können in Deutschland nicht überall sein und haben auch nicht überall was verloren. Auf der nationalen Ebene stehen Fragen und Lösungen an, die für alle Vereine in Deutschland und alle motorisierten Wassersportler von grundsätzlicher Bedeutung sind wie: Führerscheine, Schiffsregistrierung, Eigentumsnachweise, Nationalkader, Schleusengebühren, Schifffahrtsbeschränkungen und was nicht alles. Das ist von Interesse in Berlin oder Bayern und auch in Nordrhein-Westfalen. Das regelt sich auch nicht von selbst, deshalb wurde der Deutsche Motoryachtverband eingerichtet. Aus historischer Sicht (als es noch keine Landesverbände gab), war es ein Dachverband der Vereine und nennt sich auch heute noch so, aber seine Wirkung auf Landesebene ist genau so begrenzt, wie die unsere auf Bundesebene. Insofern ergänzen wir uns, um unsere Aufgaben in Ihren Sinne zu erfüllen.
Damit der Dachverband sich nicht in unbekannte Weiten abhebt und dabei die Bindung an die Basis verliert, dafür sorgen die Verbandstage alle zwei Jahre. Die Vereine und die Landesverbände können dort das Wort ergreifen und sich Gehör verschaffen. Und wenn ein Verein an der Teilnahme verhindert ist, bedeutet das nicht, seine Interessen werden nicht berücksichtigt. Das Instrument der Stimmenübertragung ist eigens zu diesem Zweck eingeführt worden, aber nur in begrenztem Umfang – wie die Erfahrung gelehrt hat. Dieses Recht steht allerdings auch nur den Vereinen zu, die mit ihrer Mitgliedschaft den Dachverband tragen und ihn damit unterstützen. HB-LV-NW
Nachrichten aus den Vereinen
Yacht-Club Wuppertal-Hitdorf
Der im Hafen Hitdorf bei Rheinkilometer 307 ansässige Yachtclub Wuppertal-Hitdorf (YCWH) brachte zwei sehr verschiedene Freizeitangebote des Bootssports an einem Wochenende harmonisch zusammen:
Einmal führte er mit dem von den Sponsoren Honda, Offenbach und Marine-Olbermann, Köln einheitlich gestellten Bootsmaterial einen Slalom-Wettbewerb für den Nachwuchs in seinem Heimathafen durch. 24 Skipper/innen zwischen 5 und 16 Jahren, was eine Verdoppelung der Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr bedeutete, die aus dem eigenen Club sowie zwei freundschaftlich verbundenen Nachbarvereinen und der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerk kamen, ermittelten in drei Altersklassen ihre Sieger. Mit den 2,70-Schlaubotten und den BF 2,3 Außenbordern ließen sich im ruhigen Hafenwasser – bedingt durch sommerliche Wetterbedingungen – ganz flotte Fahrten durch den Parcour erzielen, den Adolf Piel und Ulrich Mühleis, die als Starter und Zielrichter fungierten, ausgelegt hatten. Die beiden Schnellsten in jeder Gruppe, auch ein Mädchen wurde Klassensieger, wurden vom 1. Vorsitzenden Dr. Stephan Utzelmann mit Pokalen ausgezeichnet. Aber keiner ging leer aus, denn alle Teilnehmer erhielten unter dem Motto „Spaß am Sport“ Urkunden und Sachprämien.
Während schon am Samstag neben der Regatta auch Schnupperfahrten mit den größeren 3,50-Schlaubooten eifrig genutzt wurden, geriet der Sonntag vollends zum Familientag, so dass die Besucherzahl auf rd. 500 stieg. Die Attraktion des YCWH auch zu Lande mit seinem Clubgelände – das ehrenamtliche Engagement von Mitgliedern in der Bewirtung, ließ das Rheinpanorama richtig genießen und Spiele sorgten auch hier für Kinderunterhaltung – förderte die wassersportliche Aktivität selbst solcher Besucher, die bisher noch nie in einem Boot gesessen hatten. So erreichten der Veranstalter und seine Sponsoren ihr Ziel, ganz neue Interessenten für den Bootssport zu gewinnen. Neben den Honda-Booten kamen auch eigene Schiffe von Mitgliedern zum Einsatz. Rudern wurde gleichfalls mit Schlauchbooten praktiziert und Segeljollen ließen Geschmack auf zusätzliche Herausforderung aufkommen. So startet nach einer vom YCWH geförderten Bootsprojektwoche einer Schule nicht von ungefähr in Kürze mit 18 Grundschülern und teils auch älteren Kindern eine schulische Arbeitsgemeinschaft beim Club. Damit unternimmt der YCWH, der Familienfreundlichkeit ausdrücklich in seine Satzung aufgenommen hat, einen neuen Start zu Erfolg versprechender Jugendarbeit. Der YCWH wird ab Herbst neuerdings Gastgeber für Führerscheinkurse sein. Organisationsleitung und verantwortlich ist Hans-Joachim Müssig, Burgstr. 43, 51371 Leverkusen, Tel. 0214-2027590.
Am 3. und 4. Oktober 2009 feiert der YCWH ein nicht gewerbliches Hafenfest, zu dem er auch Gäste aus den benachbarten Vereinen und der Bevölkerung der Region Rhein-Wupper und darüber hinaus einlädt. Jeweils an den Nachmittagen wird ein buntes Programm geboten. Vereinsmitglieder bieten Schnupperfahrten auf ihren Schiffen an. Die Jugendabteilung präsentiert sich im weitläufigen Hitdorfer Hafen mit Segelbooten. Für Kinder wird diverse Unterhaltung geboten.
Die DLRG, die Wasserschutzpolizei und ein Feuerlöschboot der Feuerwehr sind zu Vorführungen und Besichtigungen eingeladen.

Kölner Autobord- und Motoryacht-Club e.V.
Abenteuer Türkei
Präsident K.W. Müller und Vizepräsident Jürgen Broich vom K A M C (Kölner Autbord und Motorjacht Club) auf ihrer Rückreise nach Köln - 3. Teil
3. Etappe
24.06.08 Wir landen anfangs der Sommerferien wieder in Rom, um unsere letzte Etappe anzutreten. Leider finden wir unsere Boote ohne den versprochenen Landstrom wieder, sodass alle Batterien (bei der Summer Breeze 11 und der Liberty 4) total leer waren.
Für die Liberty müssen 2 neue Batterien beschafft werden (680 €). Dies ist schon teuer! Ich hoffe, dass sich meine Batterien wieder aufladen lassen. Dem ist aber nicht so. Ich muss in San Remo 2 Starterbatterien ausbauen. Hier kosten sie 920 € (!).
28.06.08 Es geht wieder weiter. Über Cala Galera zur Insel Elba, wo wir uns noch das Fußball-Europameisterschafts-Endspiel Deutschland gegen Spanien anschauen und danach direkt Kurs auf Bastia nehmen (Korsika). Auch dort, wie schon in so vielen anderen Häfen, machen wir eine feierliche Clubflaggenübergabe der Flagge des KAMC mit dem Kölner Wappen.
Wie so oft erzählen wir die Geschichte unsere Clubs sowie die des Wappens von Köln: 3 Kronen = Gebeine der hl. 3 Könige von Jerusalem – 11 Flammen = Die Geschichte der 11.000 Jungfrauen der heiligen St. Barbara (Bild 2008-54 Flaggenübergabe Bastia).
30.06.08 Wir wechseln nun nach Macinaggio, um von dort den Sprung nach San Remo zu machen. Es ist eine ruhige (1200 U/min) Überfahrt, nur unterbrochen von Horden von Delphinen.
02.07.08 Wir haben in San Remo das Gefühl dass unsere Boote immer kleiner werden weil wir eingekeilt zwischen Megayachten liegen. Das dieses Gefühl sich bei der Ankunft in Monaco noch megamässig aufbauen soll, haben wir nicht erwartet. Es gelingt uns tatsächlich, auch noch 2 Liegeplätze im Hafen von Monte Carlo zu bekommen und zwar genau an der Rennstrecke der Formel 1.
04.07.08 Monte Carlo ist natürlich ein Highlight. Was ist das für eine Stadt, einfach phantastisch! Anschließend können wir unseren eingeflogenen Studenten aus Maastricht (Sohn) in Nizza herzlich zur Mitfahrt begrüßen.
Es geht weiter nach St. Tropez. . Nun habe ich das Pech und mein Sohn das Glück, dass wir wegen dem Sturm nicht weiterkommen. Er hat viel Zeit zum Bummeln und Einkaufen, wovon er dann auch reichlich Gebrauch macht.
09.07.08 Ich bin froh weiterzukommen, um in der Bucht von Cavaliere , am Cap Nègre, einen wunderschönen Tag mit der Familie meines Schwagers Henk, der dort gerade Urlaub machte, zu verbringen.
Wir haben schon seit Rom täglich 30 – 35 Grad Hitze. Umso mehr sind wir überrascht, dass wir 6km vor der Einfahrt zum Hafen Bandol in eine dicke Nebelwand fahren Aber mit Radar und den anderen nautischen Geräten haben wir absolut kein Problem, den Hafen zu finden. Auf dem Weg dorthin tauchen geisterhaft andere, im Nebel stehende Boote auf, die sich erfreut uns anschließen, weil wir ihnen den Weg weisen können.
11.07.08 Wir wollen im alten Hafen von Marseille direkt SB am Yachtclub festmachen. (Da gibt es auch ein fantastisches Restaurant) Leider müssen wir aber feststellen, dass wegen des Nationalfeiertags (14.07) kein Platz mehr frei ist und so wechseln wir zur gegenüberliegenden Insel Frioul). Da wir wiederum wegen Sturm (Mistral) nicht weiterkommen, benutzen wir die Fähre, um uns Marseille anzusehen. Auch wechselt meine Crew. Mein Sohn Marc mit Wolfgang fliegen ab und der Sohn von K.W. Müller, Christian mit Freund fliegen ein.
15.07.08 Über den Golf von Lion und durch den
Kanal von Port St. Louise erreichen wir endlich die Rhone und fahren bei sehr
starkem Mistral noch bis Arles.
Ein absolutes „Muss“ ist die Stadt Avignon am nächsten Tag. Wir haben das Glück
genau zum „Festival D’Art“ zu kommen mit seinen vielen Theatergruppen. Natürlich
darf die Besichtigung des Papstpalastes nicht fehlen
21.07.08 Über Viviers, Valence, Roches-de Condrieu und Trevaux erreichen wir Chalon sur Saone. Dort geht an der Liberty ein Anlasser kaputt, sodass wir einen Tag länger bleiben müssen.
25.07.08 St. Jean de Losne kennt jeder Frankreich-Skipper. Hier wo 5 Wasserstrassen zusammenkommen, fängt jetzt die Arbeit an: Wir haben über 120 Schleusen im Rhein-Rhone Kanal mit den Maßen 33m x 5.5m zu bewältigen. Unsere Boote sind aber 15m x 5m und 11m x 4.3m (mit Fender). Wenn dann noch wie üblich einige Klampen an der Schleuse fehlen, wird es schwierig die Boote zu halten. Bis Dole, dem „Klein Venedig“ am Kanal, können wir die ersten Übungen machen. Trotzdem hängt die Liberty direkt in der ersten Schleuse hinter Dole fest, weil man während der Ausfahrt zu lange gequatscht hat und die Schleuse genau nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne automatisch wieder schließt! Wir können das Schiff mit dem elektronischen Drücker vom Oberwasser aus wieder befreien. (Bild 2008-79) Leider bleibt uns ein Besuch des Hafens von Besancon versagt, da wir nicht genug Wassertiefe haben. Wir machen deshalb am neuen Steg vor dem Tunnel über Nacht fest und fahren in den nächsten Tagen über Baumes-les-Dames, L’isle-sur-le Doubs, Montbeliard, Dannemarie bis Mulhouse. Hier bestaunen wir das von Behinderten bemalte Rathaus, wirklich prachtvoll. Nun haben wir nur noch 2 Schleusen, um unseren Geräteträger samt Persenning und Bimini wieder aufzustellen. Prompt fängt es vor Niffer heftig an zu regnen. Glück gehabt! Eigentlich haben wir nun vor, nach Straßburg zu fahren, doch warnt man uns vor dem derzeitigen untiefen Kanal-Wasser, worauf wir den Nautic Club in Kehl anlaufen, um von dort, nur über die Rheinbrücke, Straßburg zu besuchen.
Von dieser Stadt sind wir immer wieder begeistert, ganz besonders von der wunderschönen Altstadt. Ferner sind wir von der exzellenten Gastronomie im Nautic Club Kehl ( es kommen bereits etliche Franzosen über die Brücke um hier zu essen) sehr angetan. Auch hier, wie bereits in ca. 50 großen und weltbekannten Häfen werden feierlich die Club-Flaggen dem dortigen Club-Vorstand übergeben. Nach einer Fahrzeit von total ½ Jahr haben wir schon den Duft von Köln in der Nase. Also nur noch durch die Schleusen von Gamsheim und Iffezheim ( vom Mittelmeer Schleuse Nr. 140+141) den schönen Rhein runter. Wir passieren den Mäuse-Turm, die Pfalz bei Kaub, kommen an wunderschönen Schlössern und Burgen vorbei bis zur Loreley und halten am letzten Abend in St. Goar, um auf der Burg Rheinfels, nach über 8000km unser letztes gemeinsames Abend-Diner einzunehmen. Dieses Schloss ist ein Gourmet- und Wellnesstempel.
05.08.08 Die letzten Kilometer lassen wir uns
den Rhein runter treiben und werden von unseren Clubfreunden um 17:00 Uhr
herzlich empfangen.
Auf diesem Wege möchte ich mich auch noch bei der Firma „ Henk Jan Yachtservice „ in Workum bedanken, der mir nicht nur ein gutes Sortiment Ersatzteile für diese über 8000 Km lange Reise mitgab, sondern auch zu jeder Zeit telefonisch mit Rat und Tat zur Verfügung stand.
Bedanken möchte ich mich auch bei unserem Präsidenten K.W. Müller ( ohne ihn wäre ich gar nicht gefahren ), der für alle Probleme an meinem, sowie an seinem Boot eine Lösung hatte.
Der Autor Jürgen Broich
Alle, die Tipps zu dieser Reise haben möchten, können sich über unsere KAMC-E-Mail-Adresse melden.
K.W. Müller oder ich stehen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Jetzt bin ich aber erst einmal froh wieder heil und gesund zuhause angekommen zu sein. Nicht wenig verdanken wir das auch unseren Booten, der Powless 36 und der Atlantic 444, die sich absolut fantastisch bewährt haben.
Hier noch eine kleine Übersicht:
Wie sind fast ausschließlich in den Schulferien gefahren
2007 ging es vom 02.04 – 04.08
2008 ging es vom 13.03 – 05.08
Jeweils in 2x3 Etappen.
2007 vom 02.04 – 13.04 von Köln – Saal an der Donau
vom 18.05 – 29.05 von Saal –
Wien
vom 21.06 – 03.08 von Wien – Kusadasi / Bodrum - Türkei
2008 vom 13.03 – 31.03 von Kusadasi Santa Maria de Leuca - Italien
vom 10.05 – 23.05 von Santa Maria - Rom
vom 24.06 – 05.08 von Rom - Köln
Summer Breeze Liberty
Gefahrene Kilometer Total: 4.243 4.251
Gefahrene Seemeilen Total: 2.549 2.756
Getankt Diesel Total: 13.226 L 9.402 L
Durchschnittsverbrauch pro Km 1,47 L 1,01